KURIOSES

UND UNERKLÄRLICHES AUS DER WELT DER HYPNOSE

 

Auf dieser Seite berichte ich über kuriose Dinge aus der ohnehin etwas kuriosen Welt der Hypnose, der Esoterik und der Parapsychologie.

 

Und ich berichte über Dinge, die ich mir schlechterdings nicht erklären kann.

Vielleicht können Sie sich diese Dinge erklären - dann schreiben Sie mir!

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Hypnose und Ballonfahren 

Wie steht es um die Hypnose, wenn man sich mit einem Ballon in die Luft begiebt und dort jemanden zu hypnotisieren versucht?

Das hat ein Wissenschafter abgeklärt. 

Herausgefunden hat er dabei, dass sich die Kraft der hypnotischen Einwirkung steigert, wenn diese in einer grossen Höhe erfolgt.

Herausgefunden hat er auch, dass die Wirkung der hypnotischen Kraft anders ausfällt, je nachdem ob sie in einem Zug, auf einem Schiff oder eben in einem Ballon eingesetzt wird.

 

Auf den ersten Blick mag das Bemühen des Wissenschafters merkwürdig erscheinen. Doch merkwürdig ist es eigentlich nicht: Da ist ein Wissenschafter am Werk, der versucht, mehr über die so geheimnisvolle hypnotische Kraft herauszufinden.

 

Quelle

Journal du magnétisme, 1853, S 84

 

 

Kann man einen Affen hypnotisieren?

Das hat ein Wissenschafter versucht; seine Untersuchung nahm er an einem Affen vor - um welche Affenart es sich dabei handelt, verrät uns der Autor nicht. 

Offenbar sind die Ergebnisse nicht ganz eindeutig ausgefallen. Der Autor weist aber darauf hin, dass der Affe in einen hypnoseähnlichen Schlaf verfallen ist - auffallend an diesem Schlaf ist, dass der Affe dabei eine Schlafposition einnahm, wie sie üblicherweise bei Affen nicht vorkommt.

Quelle

Journal du magnétisme 1853, S. 131

 

 

Von einem Prisma und von einem nun wirklich sehr merkwürdigem Phänomen

 

Ein Prima ist ein dreieckiger Stab aus Glas.

Wenn Sie dies wollen, können Sie den Glasstab auf den Tisch stellen.

Dann können Sie einen Gegenstand hinter dem Prisma platzieren.

Wenn Sie jetzt durch das Prisma den Gegenstand anschauen, erleben Sie eine Überraschung: Sie sehen den Gegenstand doppelt - irgendwelche optischen Gesetze, auf die wir hier nicht näher eingehen, führen zu dieser Verdoppelung.

 

Doch jetzt zum Experiment , von dem ich berichten möchte.

Es handelt sich vorerst einmal um ein ganz gewöhnliches Experiment, wie es damals häufig durchgeführt wurde: Ein Wissenschafter hypnotisiert eine Versuchsperson.

Der Wissenschafter bringt die Versuchsperson dazu, dass sie Dinge halluziniert.

Was bedeutet: Die Versuchsperson sieht Gegenstände, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt und die nur in ihrem Kopf  existieren.

Gerade jetzt halluziniert die Versuchsperson einen Gegenstand, der sich auf dem Tisch befindet.

Der Versuchsleiter nimmt das Prisma und stellt es zwischen die Versuchsperson und den halluzinierten Gegenstand.

Die Versuchsperson erschrickt:

Sie sieht den halluzinierten Gegenstand doppelt.

 

Von nun an können Sie rätseln: Wie kann ein Prisma einen Gegenstand verdoppeln, der in Wirklichkeit gar nicht da ist?

 

 

Der phänomenale Hypnotiseur Esdaile der eigentlich gar nicht mehr hypnotisierte

 

Esdaile ist berühmt, weil er kranke Menschen hypnotisierte und sie dann operierte - ohne dass die kranken Menschen bei der Operation Schnerzen verspürten.

Esdaile hat in seinem Buch aus dem Hare 1846 aufgelistet, welche Operationen er vornahm - und zwar an Menschen, die keine Medikamente erhielten und trotzdem schmerzfrei blieben.

Kuriioserweise hat Esdaile nicht alle kranken Leute selber hypnotisiert. Er fühlte sich nach einiger Zeit erschöpft und bildete Leute aus der lokalen Bevölkerung zu Hypnotiseuren aus. aus:

"Jetzt muss ich nicht mehr selber hypnotisieren; ich hatte ein Dutzend Assistenten, die nach meinen Wünschen handelten."

Und so wurde der berühmte Esdaile zu einem Hypnotiseur, der gar nicht hypnotisierte ...

Esdaile, Mesmerism in India, S. 12

 

 

 

Esdaile: Wie um alles in der Welt konnte das funktionieren?

 

Esdaile fängt an

Man kann das exakte Datum nennen:

Am 4. April 1845 mesmerisierte Esdaile zum ersten Mal einen Patienten - heute würden wir sagen: Er versetzte ihn in Hypnose.

In einer ersten Phase führte er seine Hände in einem Abstand von einigen Zentimetern über den Kopf des Patientin bis hinunter zur Bauchgegend.

In einer zweiten Phase blies er seinen Atem gegen den Kopf des Patienten. Dann führte er seine Hände bis hinunter zur Bauchgegend des Patienten; mit beiden Händen drückte er sie in die Bauchgegend.

Der Patient stellte zuerst fest, dass er die Welt verschwommen und wie durch einen Rauchschleier sah.

Er fiel dann in einen hypnotischen Schlaf und reagierte nicht mehr auf die Umwelt. Esdaile zwickte ihn, führte einen brennenden Gegenstand in die Richtung seines Knies, liess ihn Amoniak riechen und gab ihm auch eine mit Ammoniak versetzte Flüssigkeit zu trinken. 

Der Patient zeigte keine Reaktion.

Esdaile hatte somit Erfolg:

Er hatte einen Patienten in einen hypnotischen Zustand versetzt.

 

Am 6. April führte Esdaile ein zweites Experiment durch, wie er dies nannte.

Ein Zeuge bestätigte, dass der hypnotisierte Patient nicht mehr auf die Umwelt reagierte.

"Ich glaube, dass Sie ihm ein Bein hätten abschneiden können. ohne dass er dies gemerkt hätte", schrieb ihm dieser Zeuge (S. 50).

Auch hier hatte Esdaile Erfolg - uns später amputierte er dann tatsächlich Beine , ohne dass die Patienten dabei Schmetzen empfanden.

 

Anfänger am Werk

Die Voraussetzungen, unter denen Esdaile arbeitete, waren denkbar ungünstig.

Esdaile selbst hatte noch nie einem Hypnotiseur zugeschaut.

Was er über die Hypnose wusste, hatte er der Zeitung entnommen.

Ihm zur Seite stand ein chirurgischer Subassistent. Dieser hatte zwar gesehen, wie Patienten zu hypnotisieren versucht wurden - ohne dass dies jedoch gelungen war.

Und noch etwas:

Esdaile glaubte selbst nicht an sich: Er glaubte nicht, dass er über jene Kräfte verfügte, die es zum Hypnotisieren brauchte.

 

Warum hatte Esdaile Erfolg?

Angesichts dieser Voraussetzungen ist es erstaunlich, dass Esdaile Erfolg hatte. 

 

Esdaile, 1846, 42 - 50,     

Z. 18. 07. 2026

 

 

 

Statt tanzender Tische: ein tanzender Hut

 

"Gestern Abend haben wir - eine Dame und zwei Herren - unsere Hände auf die Krempe eines Hutes gelegt. Dabei legten wir jeweils den kleinen Finger der rechten Hand über den kleinen Finger der linke Hand jener Person, die auf der rechten Seite sass. Innerhalb von drei Minuten hat der Hut, den wir auf einen Tisch legten, von rechts nach links eine Rotation begonnen

 

Journal du Magnétisme 1853, S. 203. Z 20. 7. 2026 beruhend auf einem Artikel in der Zeitung 'Constitutionell'. 

 

 

 

 

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